enerMET

IMMOEM v1.0 veröffentlicht (Anwendung für Energiemanagement im kommunalen Gebäudebestand)

2018-11-18

Per 05.11.2018 wurde die Entwicklung des IMMOEM EMA - eine MS-Office-basierte Anwendung für EnergieMAnagement in kommunalem Gebäudebestand - mit Version 1.0 erfolgreich abgeschlossen. Die Anwendung besteht grundsätzlich aus 3 Bausteinen und ist flexibel erweiterbar:
  • Panel (EMpanel)
  • Datencontainer (EMdata)
  • KooK(R)-Diagramm (EMkook)
Diese Bausteine werden in der aktuellen Version um die Bausteine
  • Standortlogbücher (EMlog)
  • Energietelegramm (EMtelegramm)
ergänzt.

Das IMMOEM EMA dockt unmittelbar an das IMMOEM EMO - den darunterliegenden Energiemonitor (ein Add-on des mst-Portals) an und bezieht sämtliche Energiedaten aus diesem Monitor.

EMpanel
Auf dem Panel werden zum einen die wichtigsten Information, wie z.B.
  • Zusammenstellung Energieträger
  • Anzahl Messeinrichtungen
  • Energieverbrauch pro Portfolio
  • Zusammenstellung des Portfolio (nach Energiebezugsfläche sowie nach Anzahl und Art Objekt)
übersichtlich dargestellt. Anderseits dient das Panel als Zugriffsplattform auf a) andere Daten (via Menüleiste) bzw. b) als Steuereinheit für Simulationen und Prognosen.

EMdata
Der Datencontainer enthält den Zusammenzug a) aller Verbauchsdaten aller Standorte (Gebäude) auf Basis Monat. Ausserdem enthält der Container eine Reihe relevanter Metadaten über die erfassten Standorte, z.B. Gebäudezustand (stratus), den Anlagenzustand, Energiebezugsflächen, etc. Diese Metadaten können u.a. aus externen Anwendungen wie stratus oder SAP bezogen werden. Eine Automatisierung ist vorgesehen. Ausserdem erfolgt aus dem Datencontainer heraus der Zugriff sowohl auf die standort-spezifischen Ordner (Dokumentenablage) als auch auf die Standortlogbücher (EMlog).

EMkook
Das kook-Diagramm(R) ist eine spezielle graphische Entwicklung zur übersichtlichen Darstellung eines gesamten Gebäudeportfolios. Es stellt den Zusammenhang zwischen Gebäudezustand und Energieverbrauch graphisch dar und dient primär der Priorisierung von Effizientsteigerungs- bzw. Investitionsmassnahmen im betrachteten Gebäudebestand. Alle Daten werden aus dem Datencontainer (EMdata) bezogen.

EMlog
Die Standortlogbücher dienen als zentraler Informationsstrang für alle mit einem Gebäude befassten Kräfte innerhalb einer Immobilienunternehmung. Es werden, analog einem Ticketsystem, Aufträge erfasst, zugewiesen, terminiert und der status der Bearbeitung nachgeführt. Zwecks statistischer Auswertung werden diese Aufträge mit Schlagworten versehen. Aus den Standortlogbüchern heraus kann ebenfalls auf die standort-spezifischen Ordner (Dokumentenablage) zugegriffen werden.

EMtelegramm
Das Telegramm stellt die Synthese aus dem eines Standortes sowie seiner Energiekennzahl, ggf. weiterer wichtiger Meta-daten dar. Es ist knapp gehalten und soll z.B. Objektmanagern bei der Erstellung einer Objektstrategie helfen. In Zukunft wird das Telegramm voll automatisch erstellt und versendet.

Der IMMOEM EMA ist eine Entwicklung von Wolfram Scharnhorst, Leiter Energiemanagement Immobilien Stadt Zürich (https://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/immobilien-bewirtschaftung/eigentuemervertretung/betriebsoptimierung.html). Die Entwicklung begann im 2016 und wurde mit Version 1.0 am 05.11.2018 abgeschlossen. Die Entwicklung wird in den kommenden Jahren über Version 1.0x, 1.y und 2.0 bis 2022 weitergehen.

http://wolframscharnhorst.blogspot.ch

Klimaszenarien CH2018: Die Schweiz erwärmt sich weiter

a reprint from ETH News, 2018-11-14

Die Schweiz wird trockener, heisser, schneeärmer und kämpft künftig mit heftigeren Niederschlägen – zu diesem Ergebnis kommen Klimaforschende von MeteoSchweiz und der ETH Zürich. Heute präsentierten sie die im Auftrag des Bundes erstellten Klimaszenarien CH2018. Sie bilden die Basis für die Anpassungsstrategie des Bundes an den Klimawandel.

Gemüsebauern bewässern die trockenen Böden, Tropennächte rauben Menschen den Schlaf und Hausbesitzer kämpfen mit Überschwemmungen. Eine Zukunft, die gemäss den Resultaten der Klimaszenarien bei ungebremstem Klimawandel absehbar ist. Bereits heute ist es wärmer als früher in unserem Land. «Wir müssen uns auf die Klimaveränderungen einstellen und uns anpassen», weiss Andreas Fischer, Projektleiter der Klimaszenarien CH2018 bei MeteoSchweiz.

Künftig noch höhere Temperaturen
Die neuen Szenarien bestätigen und erweitern das bisher bekannte Bild des Klimawandels. Sie zeigen vier Hauptveränderungen, die das Klima ohne verstärkten weltweiten Klimaschutz in der Schweiz Mitte Jahrhundert prägen:

1. Trockene Sommer
Die mittlere Regenmenge nimmt im Sommer langfristig ab, während die Verdunstung mit steigender Temperatur zunimmt. Entsprechend werden die Böden trockener. Die bodennahe Lufttemperatur steigt im Durchschnitt der Sommermonate Juni bis August um 2,5 - 4,5°C im Vergleich zu heute. Gleichzeitig fällt bis zu einem Viertel weniger Regen. Die längste Trockenperiode ohne Niederschlag kann so im Sommer knapp drei Wochen dauern.

2. Mehr Hitzetage
Die Höchsttemperaturen steigen erheblich stärker als die Durchschnittstemperaturen. An den heissesten Tagen im Sommer wird es 2 - 5,5°C wärmer als heute. Hitzesommer wie in den Rekordjahren 2003 und 2018 können so zur Norm werden. Hitzewellen werden häufiger und extremer. Dabei ist die Hitzebelastung in tief gelegenen städtischen Gebieten am grössten.

3. Heftige Niederschläge
Einzelne Starkniederschläge werden in Zukunft häufiger und intensiver ausfallen als heute. Der stärkste Niederschlagstag des Jahres wird durchschnittlich etwa 10% mehr Regen bringen.

4. Schneearme Winter
Die Winter werden deutlich wärmer als heute, möglich ist ein Temperaturanstieg von 2 - 3,5°C. Es fällt mehr Niederschlag – nicht in Form von Schnee, sondern aufgrund der höheren Temperaturen eher in Form von Regen. Schnee wird seltener und weniger. Die erwartete Schneebedeckung in tiefen Lagen ist nur noch etwa halb so gross wie heute. Die winterliche Nullgradgrenze klettert von heute 850 auf bis 1500 m ü. M. Entsprechend stark schrumpfen die schneereichen Gebiete der Schweiz.

Klimazukunft verlangt nach Anpassung

Die Klimaszenarien CH2018 basieren auf den neusten Klimamodellen und erlauben den bisher genausten Blick in die Klimazukunft der Schweiz. Die Forschenden berechneten das Schweizer Klima für die nächsten hundert Jahre und betrachteten dabei neben möglichen Entwicklungen ohne zusätzlichen Klimaschutz auch ein IPCC-Szenario mit Schutzmassnahmen, welche den globalen Temperaturanstieg auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zustand begrenzen. Weiterlesen ...

Clean Energy Funds Target Growing Demand for Renewable Energy

a reprint from triplepundit, 2018-10-25

Renewable energy funds are on the rise, seeking to match profits with a commitment to sustainability. These funds invest not only in generators of solar and wind power and their suppliers, but also in manufacturers of LED light bulbs, electric cars and automobile batteries.
Stock mutual funds and exchange-traded funds (ETFs) are jumping on the bandwagon—from big players like Fidelity Investments and its Select Environment and Alternative Energy Portfolio to smaller ones that have been at it for decades, such as the New Alternatives Fund.
The fact that major companies like Facebook, with its pledge to power global operations with 100 percent renewable energy by 2020, are going in big for renewables sweetens the financial prospect for investors.

Electricity sector leads the way in renewable energy investment

According to the International Energy Agency’s latest market forecast, renewables will continue their expansion in the next five years, covering 40 percent of global energy consumption growth. Their use continues to increase most rapidly in the electricity sector, and will account for almost a third of total world electricity generation in 2023.
As such, large utilities like NextEra Energy and MidAmerican Energy are making huge investments in renewables. James L. Robo, CEO of NextEra Energy, one of the country’s largest power generators, predicted that solar and wind power will be cheaper than coal or nuclear generation by the beginning of the next decade. MidAmerican Energy, the majority of which is owned by billionaire investor Warren Buffet’s holding company, Berkshire Hathaway, has set its sights on getting 100 percent of its electricity from wind power by 2020.
With the recent report by a United Nations scientific panel calling for immediate action to reduce greenhouse gas emissions, demand for renewable energy may continue to surge—and with it investment in renewable technologies.

enerMET v1.3.8 (beta): released

2018-10-19

Renewable energy, its useful and sustainable supply and consumption pose a significant challenge. Many stakeholders and as many interests are involved. Inconsistent approaches need to be aligned. The web-based application enerMET seeks to foster the integration of renewable energy in populated areas by providing comprehensive and concise information by analysing relevant data sources. In the present release of enerMET (version 1.3.8beta, visit: http://enerMET-data.blogspot.ch) a new extension jSOLAR.js has been included. It represents a very useful GIS-Add-on to enerMET linking present weather data (weather data are updated in intervals of 10') and geographical energy information. This new extension draws on a development by the Swiss Federal Office of Energy (SFOE): http://www.sonnendach.ch. In the current release of enerMET the extension jSOLAR.js covers Switzerland.

Along with the implementation of the new extension various minor adjustments have been made in order to make enerMET more user friendly. In addition, the help documentation was expanded.


Schweizer Bundesrat startet Vernehmlassung zur Revision des Stromversorgungsgesetzes

a reprint from Schweizerische Eidgenossenschaft, 2018-10-17

Seit 2008 hat sich der Strommarkt stark verändert. Getrieben wird diese Entwicklung vom technologischen Fortschritt bei der erneuerbaren Stromproduktion und den digitalen Technologien, der Preisentwicklung der fossilen Energien und des CO2 sowie von neuen energie- und klimapolitischen Zielen der Schweiz und ihrer europäischen Nachbarn. Der Bundesrat hat vor diesem Hintergrund entschieden, für den Schweizer Strommarkt neue Rahmenbedingungen zu schaffen. Er hat an seiner Sitzung vom 17. Oktober 2018 dazu die Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) in die Vernehmlassung gegeben. Im Zentrum stehen die Versorgungssicherheit, ein effizient funktionierender, offener Markt sowie neue Netzregulierungen, die den Ausbau der dezentralen, erneuerbaren Stromproduktion unterstützen sollen. Die Vernehmlassung dauert bis am 31. Januar 2019.

Der Strommarkt verändert sich stark. Das beeinflusst das komplexe Zusammenspiel zwischen Stromproduktion, Stromhandel, Stromverteilung und Stromverbrauch. Mit dem Energiegesetz, das die Stimmbevölkerung im Mai 2017 gutgeheissen hat, wurde ein erstes Massnahmenpaket beschlossen, um dem sich wandelnden Umfeld gerecht zu werden. Es enthält neben dem Verbot des Baus neuer Kernkraftwerke Massnahmen, um den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen sowie die Produktion aus erneuerbaren Energien zu stärken. Zur Modernisierung des Stromnetzes hat das Parlament ebenfalls gesetzliche Änderungen beschlossen (Strategie Stromnetze). Diese treten voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 in Kraft. Für die Zeit nach 2025 soll zudem ein flexibles Wasserzinsmodell eingeführt werden, das der Marktentwicklung besser Rechnung trägt. Ergänzend kommt nun ein Paket von Massnahmen hinzu, um auch die Rahmenbedingungen für den Schweizer Strommarkt an die Marktentwicklungen anzupassen.
Die wichtigsten Eckpunkte sind:

Vollständige Öffnung des Strommarkts: Sie wurde vom Parlament bereits im geltenden StromVG beschlossen, bisher aber nicht umgesetzt. Heute werden schon fünf Sechstel des gesamten Stromvolumens der Schweiz auf dem freien Markt beschafft. Über 99% der Endverbraucher, kleine Konsumenten und Betriebe, sind jedoch in der Grundversorgung gefangen. Sie sollen künftig in den freien Markt wechseln können und von dort auch wieder zurück in die regulierte Grundversorgung. So können sie durch ihre Entscheidungen – die Wahl ihres Stromlieferanten oder ihres Stromprodukts, ihre Entscheidung für Eigenproduktion oder die Nutzung ihrer Flexibilität beim Stromverbrauch – die für sich attraktivste Art der Versorgung wählen. Sie beeinflussen so auch die weitere Entwicklung der Stromversorgung. Dadurch werden sich innovative Produkte, Dienstleistungen und die Digitalisierung rascher durchsetzen können. Ein offener Strommarkt ist zudem eine wichtige Voraussetzung für die weitere Verbreitung der Sektorkopplung, das heisst der optimal koordinierten Nutzung der leitungsgebundenen Energieträger wie beispielsweise Power-to-Gas, Wärmekraftkopplung oder Elektromobilität. Weiterlesen...

CH2018: Neue Klimaszenarien für die Schweiz

a reprint from Naturwissenschaften Schweiz, 2018-10-17

Ein Rückblick auf das erste schweizweite NCCS Forum, ein Ausblick auf die Lancierung der neuen Schweizer CH2018 Klimaszenarien und das NCCS als Film einfach erklärt.

Das erste NCCS Forum: Ein Rückblick

Am 5. Dezember 2017 stellte das National Centre for Climate Services (NCCS) – das Netzwerk des Bundes für Klimadienstleistungen – sich und seine Aufgaben und Aktivitäten in seinem ersten Forum in Bern vor. Ziel des schweizweiten Anlasses war es, eine Schnittstelle für den Dialog zwischen Produzentinnen und Produzenten und Nutzenden von Klimadienstleistungen zu schaffen, dadurch zu vernetzen sowie interaktiv Ideen und Bedürfnisse auszutauschen.
Nach einem Einstieg in die Klimadienstleistungs-Thematik und einer Präsentation zum NCCS berichteten drei Nutzerinnen und Nutzer, warum und wofür sie für ihre Arbeit Klimadienstleistungen benötigen: Die Finanzexpertin Sabine Döbeli von Swiss Sustainable Finance legte die Relevanz von Klimarisiken für das Finanzgeschäft dar. Der Stadtplaner Lionel Tudisco stellte die raumplanerischen Aktivitäten der Stadt Sion im Zusammenhang mit der Problematik der städtischen Hitzeinsel vor und Pierre Lambert, Eigentümer des Weinguts «Domaine des Coccinelles», zeigte die Einflüsse des Klimawandels auf den Weinanbau auf. In einer informellen Poster- und Kaffee-Session informierten die Mitglieder und Partner des NCCS über den Stand und die Tätigkeiten in den derzeit laufenden Themenschwerpunkten des NCCS. Diese reichen von den Klimaszenarien CH2018 über Schadorganismenszenarien für die Landwirtschaft, den Umgang mit Starkniederschlagsereignissen bis hin zur Tiergesundheit.
In einem World Café wurden Ideen in Gruppen ausgetauscht sowie Nutzerbedürfnisse und der Vernetzungsbedarf eruiert. So wurde unter anderem festgehalten, dass das Verständnis von Klimadienstleistungen noch nicht abgestimmt ist, eine vermehrte Nutzung der sozialen Medien und Durchführung von fachspezifischen Anlässen gewünscht ist. Als weiteres Beispiel besteht auf kantonaler und kommunaler Ebene Bedarf nach guten Praxisbeispielen, Handlungsanleitungen und Orientierungshilfen; in Bezug auf Kooperationen und Netzwerke wurde die Bedeutung des persönlichen Kontakts, der Bündelung der Informationen und die Dialogförderung hervorgehoben. All diese und weitere Erkenntnisse werden in die zukünftige Arbeit des NCCS aufgenommen und in der Strategie reflektiert. Mehr als 150 Personen aus den Reihen der nationalen, kantonalen und kommunalen Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen nahmen am erstmalig abgehaltenen NCCS Forum teil. Das zweite NCCS Forum wird auf die neuen CH2018 Klimaszenarien und die NCCS-Webplattform fokussieren und als gemeinsamer Anlass mit der ETH Klimarunde durchgeführt. Weiterlesen..., Anmelden...



Vergesst das Zwei-Grad-Ziel!

a reprint from Zeit.de, 2018-10-15

Naturkatastrophen, Hunger und Kriege werden dramatisch zunehmen, falls die Erde 1,5 Grad wärmer wird als zu vorindustriellen Zeiten. Ist das noch zu verhindern?

Zwei-Grad-Ziel – das klingt, als habe die Welt sich fest vorgenommen, so viele Treibhausgase wie möglich in die Luft zu pusten, damit der Erdball schnell zwei Grad wärmer wird. Genau so handeln die Industriestaaten jedenfalls bisher. Und der Plan scheint aufzugehen. Einen schönen Jahrhundertsommerhatten wir in Deutschland ja dadurch schon mal. Aber genug des Sarkasmus. In Wahrheit ist mit dem Ziel, das 2010 auf der Klimakonferenz in Cancùnfestgeschrieben wurde, natürlich das Gegenteil gemeint: Der CO2-Ausstoß muss dringend weltweit reduziert, die globale Erwärmung aufgehalten werden. Damit die Durchschnittstemperatur auf keinen Fall so stark steigt, dass sie den vorindustriellen Wert um zwei Grad Celsius übertrifft. Eigentlich wären sogar schon 1,5 Grad zu viel, warnen Klimaforscherinnen und Klimaforscher seit Langem. Und da es bereits ein Grad wärmer ist, bleibt gerade mal ein halbes Grad bis zum Ende des Jahrhunderts. Weiterlesen...