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Engie Deutschland: Kombiniert 11.5 MW Batteriespeicher mit Pumpspeicher-Wasserkraft

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Sowohl Batteriespeicher wie moderne Pumpspeicherwerke können innerhalt von 30 Sekunden Primärregelenergie liefern. Engie Deutschland beide Speichertypen kombiniert und auf dem Gelände der Kraftwerksgruppe Pfreimd in der deutschen Oberpfalz einen 12.5 MW Lithium-Ionen-Speicher in Betrieb genommen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung liegt mit 43 Prozent in Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt. Neue Technologien wie der Grossbatteriespeicher mit kurzen Reaktionszeiten ergänzen die bewährten Technologien und sind ein wichtiger Baustein für das Stromsystem der Zukunft. Der dezentrale Batteriespeicher ergänzt die bestehende Anlage des Pumpspeicherkraftwerks, das bereits heute rund fünf Prozent der Regelenergie für das deutsche Netz bzw. ein Prozent für das westeuropäische Übertragungsnetz liefert. Über ein Pooling beider Anlagen sorgt Engie für die nötige Besicherung der Regelenergiekapazitäten.

180 Schränke verteilt auf die vier Batteriecontainer

Zentraler Bestandteil des Batteriespeichers sind Lithium-Ionen-Zellen. Durch 39‘600 in Reihe und parallel geschaltete Batterien wird chemische in elektrische Energie umgewandelt und umgekehrt. Die Batterien sind in 180 Schränken mit einer Kapazität von jeweils 76 Kilowattstunden zusammengefasst, verteilt auf die vier Batteriecontainer. Ein weiterer Container enthält den Frequenzumrichter zur Wandlung von Gleichstrom in Wechselstrom und umgekehrt, und die sogenannte Schaltanlage. Die Netzanbindung erfolgt über drei 20-Kilovolt-Transformatoren und speist in das Netz der Bayernwerke AG ein. Das schlüsselfertige Batteriespeichersystem vom Typ Siestorage wurde von der Siemens AG geliefert. Zum Lieferumfang gehört auch das Steuerungssystem des Batteriespeichersystems, welches direkt an das Leitsystem der Kraftwerksgruppe Pfreimd angeschlossen wurde.